01.03.22 –
Die Analysen des Weltklimarats sind deutlich: soll der globale Temperaturanstieg auf deutlich unter 2 °C begrenzt werden, muss der weltweite Ausstoß von Treibhausgasen bis Mitte des Jahrhunderts unterm Strich bei Null liegen. Die Bundesregierung hat sich als Zieljahr hierfür 2045 gesetzt - und schon dies reicht nicht aus, da Deutschland weit überdurchnittlich hohe Emissionen hat.
Viele deutsche Kommunen haben sich ambitioniertere Ziele gesetzt. Köln etwa will bis 2040 klimaneutral werden, aber auch ländliche Regionen wie der Kreis Steinfurt. Dafür müssen die erneuerbaren Energien überall massiv ausgebaut werden, aber um die Nachfrage vollständig decken zu können, muss diese deutlich reduziert werden, z.B. durch Wärmedämmung und eine andere Mobilität.
Wie ist der Stand in Windeck? Das auf der Website der Gemeinde verfügbare alte Klimaschutzkonzept von 2012 zeigt: etwa die Hälfte aller Windecker CO2-Emissionen stammen aus dem Straßenverkehr, ein Viertel aus der Gebäudewärme (davon 2/3 mit Heizöl) und ein Viertel aus dem Stromverbrauch. Nur ein kleiner Anteil davon entfällt auf Industrie und Gewerbe. Photovoltaik und andere Erneuerbare Energien werden nur in kleinstem Umfang genutzt. Jost Eberhard, der Hauptautor der Studie, meint, dass sich daran nichts Wesentliches geändert habe. Auch von den damals angeschobenen Planungen für Windenergie-Anlagen wurde bisher nichts umgesetzt.
Auch wenn sie keinen Weg zur Klimaneutralität zeigt, wird schon aus der alten Studie klar, wo die großen Herausforderungen in Windeck liegen: Die Windecker*innen wohnen in überdurchschnittlich großen Häusern und Wohnungen, die häufig schlecht gedämmt sind und mit veralteten Heiztechnologien beheizt werden. Mobilität wird fast ausschließlich mit dem (fossilen) Pkw erreicht und der Strom wird jedenfalls nicht lokal und erneuerbar erzeugt.
Sollte sich Windeck eigene Ziele für die Klimaneutralität stecken? Was kann und muss die Gemeinde tun, was die Bürger*innen? Welche Maßnahmen, Entscheidungen stehen an für klimaneutrale Mobilität und Gebäude, für den Ausbau der Erneuerbaren? Diese Fragen werden in den kommenden Jahren mit zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels auch in Windeck immer wichtiger. Zum Einstieg in diese Diskussion laden wir alle Windecker*innen ein zur Auftaktveranstaltung "Windeck klimaneutral" mit der Bürgermeisterin Alexandra Gauß, der Leiterin des Forschungsbereichs Stadtwandel am Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie, Anja Bierwirth, Katrin Uhlig (MdB/BfEE) und dem Direktkandidaten der Grünen für den Landtag, Holger Zacharias. Sonntag, 10. April 2022, Kabelmetal.von 15.00 -18.00 Uhr
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