
13.05.16 –
In der Ratssitzung vom 09. 05. 2016 konnte die Fraktion BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN deutliche Mehrheiten für drei Anträge finden. Im Einzelnen ging es um die Einrichtung von Freifunk in Windeck, um die Vermeidung von Pestiziden auf gemeindlichen Flächen und um die Prüfung der Einrichtung von Stellen zur Betreuung und Integration von Flüchtlingen bzw. AsylbewerberInnen. Im Folgenden drucken wir noch einmal unseren Antrag "Pestizidfreie Gemeinde Windeck" und die jetzt verabschiedete Verwaltungsvorlage ab.
"Der Gemeinderat von Windeck beschließt, dass die Gemeinde Windeck:
Begründung
Die biologische Vielfalt ist weltweit in Gefahr, auch in Deutschland. Pestizide tragen erheblich zu diesem Verlust bei. Gerade unsere Gemeinde Windeck bieten verschiedenste Lebensräume für viele Tiere und Pflanzen.
Pestizide verschmutzen Gewässer, Böden, Futter- und Lebensmittel. Pestizide können weltweit auch in entlegensten Gebieten nachgewiesen werden.
Pestizide gefährden unsere Gesundheit. Das häufig eingesetzte Herbizid Glyphosat wird mittlerweile mit chronischen Erkrankungen, Störungen des Hormonsystems, Geburtendefekten sowie Krebs und Parkinson in Verbindung gebracht.
Pestizide gefährden unsere Umwelt. Sie zerstören die Bodenfruchtbarkeit, sind schädlich für Wasserorganismen und haben negative Auswirkungen auf Bienen und andere Insekten sowie Vögel und Säugetiere.
Die Pflege öffentlicher Flächen ist mit alternativen Verfahren ohne den Einsatz von Pestiziden möglich. Die Pflichten der Kommune müssen dadurch nicht vernachlässigt werden. Dies zeigen Kommunen wie Münster, Saarbrücken, Tübingen und andere, die seit vielen Jahren ohne Pestizide arbeiten.
Der jetzt beschlossene Beschlussvorschlag der Gemeindeverwaltung dazu:
"Der Rat begrüßt den Antrag der Fraktion Bündnis90/Die Grünen schrittweise bei kommunalen Flächen auf den Einsatz von Pestitiden zu verzichten. Da sich die Anwendung von Pestiziden im Wesentlichen auf die Bekämpfung von Wildkräutern auf den Wegen in Friedhöfen, Parks und den Tennenflächen der Sportplätze bezieht, wird die Verwaltung aufgefordert, für diesen Bereich alternative Verfahren in Hinblick auf Wirksamkeit, Kosten und Personaleinsatz zu prüfen und gegebenenfalls für die Anschaffung von Geräten im Haushaltsjahr 2017 entsprechende Finanzmittel zur Verfügung zu stellen."
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